Preisträger 2008 Kunst- und Kulturkreis Damme

 „Institution, feste Größe und Motor des Dammer Kulturlebens”

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Mit dem neuen Jahrtausend wurde er eingeführt: der Kulturpreis der Stadt Damme, den die Südkreiskommune alle zwei Jahre – und damit zum vierten Mal – am 5. November verlieh. Erstmals war es nun ein Verein, der diese Auszeichnung erhielt. Bürgermeister Gerd Muhle ehrte solcherart den Kunst- und Kulturkreis Damme, den 24 engagierte Bürger 1984, zwei Jahre nach der Stadtwerdung, gründeten und der sich ein städtisches Kulturleben wie auch die Förderung der Kulturschaffenden zum Ziel gesetzt hatte.

An die seinerzeitigen Vorbehalte knüpften sowohl der Bürgermeister wie auch der Vorsitzende des Kulturkreises Wolfgang Friemerding in ihren Reden an. Der Repräsentant der Stadt erklärte aber, wie schnell der KKKD zur „Bereicherung”, zu „einer Institution und festen Größe im Kulturleben unserer Stadt”, ja, sogar zum „Motor auf allen Gebieten der Kunst und Kultur” geworden sei. „Wir sind glücklich, diesen Verein in Damme zu haben”, fuhr Gerd Muhle fort, der dessen vielfältige Aktivitäten lobte, namentlich das Augenfälligste im Stadtbild, den Skulpturenpfad in der Dammer Innenstadt.

Er hob neben dessen Initiator Franz-Josef Nordhoff auch die anderen Gründungs- und Vorstandsmitglieder Wolfgang Friemerding als Vorsitzenden, Hildegard Abeln als dessen Stellvertreterin, das Ehepaar Erna und Harald Ignatzek, Ulla Nordhoff, Nena Welzel und Claus Böckmann hervor, die in dieser Arbeit 24 Jahre unbeirrt „mit herausragenden Leistungen” gewirkt hätten.

Der Vorsitzende des Vereins zeigte in seiner Dankesrede die Möglichkeiten und Grenzen auf, die einerseits der Verein im Lauf dieser 24 Jahre vor Ort ausgelotet habe, die aber andererseits durch das Konkurrenzverhältnis zum „bequemen” Fernsehen und zu dem Angebot der nahen Großstädte oder subventionierten Aufführungsorte vorgegeben seien. Hier habe der Vorstand im Laufe der Jahre eine geeignete Strategie entwickelt, die das „Erfolgsgeheimnis” einer so intensiven und überlebensfähigen Organisationsarbeit im Kultursektor und damit den Bestand des Vereins garantiert habe. Der wesentlichste Punkt sei dabei die ehrenamtliche Tätigkeit. Nicht nur dem Vorstand, sondern auch ihm selbst sei diese langjährige Arbeit eine große Bereicherung gewesen. Damit bedankte er sich nachdrücklich vor allem bei seinen „Mitstreitern”, die als gut eingespieltes Team seit 1984 ununterbro-chen ehrenamtlich tätig sind. Das schloss natürlich gleichermaßen die später Hinzugekommenen ein.

Auch Franz-Josef Nordhoff, Geschäftsführer des Kulturkreises und „Vater des Skulpturenpfades” in der Dammer Innenstadt, ergriff das Wort, bezifferte die Zahl der organisierten Veranstaltungen des Kulturkreises mit bisher 423 und erläuterte seinen besonderen Schwerpunkt, den Skulpturenpfad, dessen Entstehung u. a. der Mithilfe einiger Bildhauer wie Wolf E. Schultz aus Hude zu verdanken sei, der wertvolle Anregungen gegeben habe. Die Absicht sei es von Anfang an gewesen, „mit den Kunstwerken auf den Bürger zuzugehen und ihm diese an die Straße, auf die Plätze und in den Weg zu stellen”. Damit könne und solle sich jeder mit den Figuren auseinandersetzen – und das sei seit Beginn des Pfades 1995 in verschiedener Weise und mitunter intensiv erfolgt.

Manche der Bildhauer-Werke verbände man inzwischen untrennbar mit dem Stadtbild und mit der Geschichte Dammes, der Narr auf der Säule sei sogar in das neue Logo der Stadt eingegangen, ja, vor und im Rathaus stünden mit den „Park – Art – Menschen”, den Reliefs oder den Glas-Ensembles gestaltete Höhepunkte, die bester Ausdruck der Verbundenheit von Kunst und Region in Damme seien.

Den musikalischen Rahmen steckte Thomas Aldenhoff am Flügel mit Alicia Bussmann, Gesang, ab. Beide ergänzten den würdevollen Abend mit fünf höchst ansprechenden Beiträgen moderner Unterhaltungsmusik.

Pressemitteilung: Wolfgang Friemerding

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