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„Bop Cats“ - eine Klasse für sich
„Bop Cats“ sind Hamburgs musikalisches Tor zur Welt

Mit einem Querschnitt durch den Jazz seit 1900 tritt am Montag, dem 15. Mai um 20 Uhr im Dammer Rathaus die Formation „Bop Cats“ in einem moderierten Konzert auf. Der Dammer Kunst- und Kulturkreis hat diese „mit Ankedoten und Kulissen-geflüster“ angereicherte Veranstaltung in seinem Programm.
Seit 36 Jahren ist die Gruppe den Kennern ein Begriff. Die vier Hamburger zählen zu den Top Ten in der deutschen Jazz-Szene. Am Anfang gehörte sogar Udo Lindenberg zu ihnen, als sie noch fünf waren. Mittlerweile setzt sich das Quartett zusammen aus
Klaus Berger (Piano), Carin Hammerbach (Saxophon und Moderation), Manfred Jestel (Kontrabass) und Thomas Arp (Schlagzeug).
Ihr Programm umfasst bekannte Werke vom Ragtime über Swing bis Rock und Pop, verarbeitet also alle Stile, die den Jazz im Laufe der letzten hundert Jahre beeinfluss-ten. Bekannte Namen tauchen dabei auf: Duke Ellington, Louis Armstrong, Charlie Parker, Herbie Hancock, Horace Silver, George Gershwin, Stevie Wonder.
Im Lauf ihrer musikalischen Karriere sind zahlreiche Aufnahmen von den „Bob Cats“ entstanden, viele Fernseh-, Rundfunk- und Festivalauftritte gelaufen und natürlich ist die Zahl ihrer weltweiten Tourneen kaum noch zu benennen. So wurden die vier Jazzer bald schon „Hamburgs Tor zur musikalischen Welt“.
Pressemitteilung: Wolfgang Friemerding
Schmuckstücke der Jazzgeschichte präsentiert
Was da um 1900 in New Orleans begann und die Musikwelt ganz neu bestimmte, über Ragtime, Dixieland, Swing, Bebop, Cool und Free Jazz bis hin zum Jazzrock ging, all das konnten die höchst beeindruckten Zuhörer am Montagabend beim Dammer Kunst- und Kulturkreis in einem fantastischen Konzert mit der Hamburger Formation „Bop Cats“ leicht nachvollziehen – teils wegen der lockeren Moderation der Carin Hammerbacher, teils an gezielt ausgewählten Beispielen aus allen Epochen und Stilrichtungen des Jazz.
Zwei Teile waren es, die von den vier Musikern geboten wurden und diesen Abend zum musikalischen Erlebnis machten: zunächst die hilfreich-lockeren Erklärungen der Moderatorin mit zumeist kurz angespielten Beispielen, dann die bekannten Stücke mit großen Namen, die aber die „Bop Cats“ durchaus eigenständig und in ihrer speziellen Variation und Improvisation interpretierten. Sie bewiesen in virtuoser Weise, dass es beim Jazz nicht auf die Frage „Was wird gespielt?“ ankommt, sondern auf das Wie – getreu einem berühmten Ausspruch Louis Armstrongs.
Im Mittelpunkt stand zweifellos das Ausnahmetalent Carin Hammermacher, die mit Tenor- und Altsaxophon wahrhaft und voll musikalischem Temperament den Ton angab, auch wenn Bandleader Klaus Berger immer wieder am Klavier brillierte. In höchster Konzentration und akribisch genauer Feinabstimmung lauschte das Quartett ausschließlich der Tonfolge, vergaß trotz aller Routine darüber fast ganz das Publikum, verzichtete auch auf jede effektheischende Attitüde, ja, ging förmlich in seinen Klängen auf. Musik pur und Jazz der Extraklasse!
Einer der Höhepunkte war sicherlich Gershwins „Summertime“, dem die „Bop Cats“ ganz neue und selbstbewusste Seiten abgewannen. Dabei höchst beeindruckend das in den Resonanzboden des Flügels hineingespielte Solo des Tenorsaxophons, dessen Schwingungen auf den Klaviersaiten einen sphärisch-vielfältigen Nachklang erzeugten.
Angesichts solch überraschenden Spielwitzes und solch ungewöhnlichen Könnens war es kein Wunder, dass die Zuhörer den Vieren gleich zwei lange Zugaben abringen konnten und bei fast drei Stunden Jazz gänzlich auf ihre Kosten kamen.
Pressemitteilung: Wolfgang Friemerding
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